Emmaus

Vorbereitung auf die Firmung 2021

weil dein weg ein
einzigartiger weg ist,
den niemand anders
so gehen wird wie du.

weil dein weg dich nicht
in tiefe einsamkeit führt,
solange es jemanden gibt,
der mit dir unterwegs ist.

und weil du gehen kannst,
wohin du gehst und spürst,
dass da doch noch einer ist,
der deinen weg mit dir geht.

doch du siehst ihn nicht.
bist du merkst,
dass der andere neben dir geht.
er ist: dein weg. deine wahrheit. dein leben.

Quelle: Frank Reintgen, Klaus Vellguth, Menschen Leben Träume – Jugendgebete, Verlag Herder

Auf dem Weg nach Betlehem oder anderswo …

In welchen Spuren gehe ich, welchen Sternen folge ich? Habe ich einen Leitstern für mein Leben, gibt es eine Maxime für mein Handeln? Oder folge ich der Masse, trotte meinen Freundinnen oder Freunden hinterher, kopiere meine Eltern? Ist mein Idol ein „Sternchen“ aus dem Musikhimmel oder der Filmwelt?

Die Weisen aus dem Morgenland entdeckten den Wegweiser ihres Lebens. Der Stern, der sie führte, gab ein Ziel an: das Kind in der Krippe, Jesus Christus. Und kein Weg war zu weit, keine Strecke zu beschwerlich, um diesem Stern zu folgen. Nicht Jerusalem, Zentrum der Macht, war ihr Ziel: Ihre Zukunft war ein Stall in Betlehem und das kleine Kind in der Krippe: der Messias, der Heiland der Welt. Als sie das verstanden hatten, waren sie am Ziel. Da knieten sie nieder und beteten ihn an.

Die scheinbar Großen machten sich klein vor dem scheinbar Kleinen. Das Geschehen von Weihnachten stellt die Welt auf den Kopf: Kleines wird groß, Großes wird klein. Ist das die Logik Gottes? Aber finde ich mich hier wieder im „Kleinmachen“ und „Anbeten“? Bin ich nicht lieber stark und mächtig und lasse mich anhimmeln? Vor wem werde ich bescheiden, kann ich „ich selber“ sein? Vor Gott brauche ich mich nicht zu verstellen. Wenn ich seine „wahre Größe“ erkenne, kann ich sein, wer ich bin, seiner Logik darf ich folgen. Vielleicht kann man dann auch von mir sagen: Er kniete nieder und betete an.

Von den drei Weisen wird berichtet, dass sie nach der Begegnung mit dem Jesuskind auf einem anderen Weg heimkehrten - übertragen bedeutet dies Umkehr, sie kehrten verwandelt heim. Kann mich die Begegnung mit Jesus verändern oder falle ich in den „alten Trott“ zurück? Lasse ich mich so von Gott ergreifen, dass ich neue Wege einschlagen kann? Gemeinsam mit anderen Menschen auf dem Weg des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe? Das wäre ein lohnender Weg, der Zukunft verspricht.

Peter Jansen

Advent, die Tür Gottes

Komm, Herr,
             tritt in mein Leben und Arbeiten,
damit mein Glaube nicht erlischt,
damit ich neue Worte finde, von dir zu reden,
damit ich glaubwürdig bin und ehrlich,
damit ich Problemen
             nicht aus dem Weg gehe,
damit ich keine Angst habe,
             alleine zu sein und klein,
damit ich nie aufhöre zu fragen,
damit ich dich erleben kann,
damit ich nicht aufhöre,
               dich zu suchen in meinem Leben,
               und dich zu benennen,
               wenn ich dir begegne,
damit die Türen offen bleiben,
damit alles einen Sinn hat,
damit ich nicht aufhöre,
              zu bitten und zu danken,
damit ich durch dich menschlicher werde,
damit du in mir Mensch werden kannst.
Komm, Herr,
tritt ein durch die Tür des Advents

Christkönig

Vor einiger Zeit beschäftigte ich mich mit dem Thema „Königskinder“. Ich machte mir noch einmal mehr bewusst, dass in jedem von uns ein König/eine Königin steckt, ganz einfach weil wir Gottes Kinder sind. In dieser Zeit stammt der Text und ich bastelte die kleinen Königinnen, die seither auf meiner Fensterbank im Wohnzimmer stehen.
S. Ciomber-Günther




Seht doch, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns schenkt! Denn wir dürfen uns nicht nur seine Kinder nennen, sondern wir sind es wirklich.     
1.Johannes 3,1

DU BIST SEIN KIND
GESCHAFFEN UND GELIEBT
GENAUSO WIE DU BIST
DU BIST IHM WICHTIG
DU BIST IHM WERTVOLL
DU BIST IHM ETWAS BESONDERES

SCHAU IN DEN SPIEGEL
DU SIEHST EIN KIND DES KÖNIGS
WIRD DIR DAS BEWUSST
ÄNDERT SICH DEIN GESICHT
ES LÄCHELT
GOTT SETZT UNS ALLEN DIE KRONE AUF
 

DENNOCH

Die Finanzmärkte brechen zusammen.
Die Wirtschaft droht zu kollabieren,
und du, Gott, sagst: "Sorgt euch nicht."

In der Welt herrschen Terror und Gewalt,
die Kriege nehmen kein Ende,
und du sagst: "Fürchtet euch nicht."

Die Armut wächst unaufhörlich,
zu viele sind ohne Arbeit und Brot,
und du sagst: "Habt Mut."


In den Städten vereinsamen die Menschen,
jede dritte Ehe wird geschieden,
und du sagst: "'Freut euch zu jeder Zeit."

Naturkatastrophen vernichten ganze Landstriche,
der Klimawandel bedroht dunsere Erde,
und du sagst: "Habt keine Angst."

Die Ressourcen werden knapper,
die Zukunft unserer Kinder ist ungewiss,
und du sagst: "Habt Vertrauen."

Wir sollen wir uns da
nicht fürchten, nicht ängstigen,
nicht mutlos werden?

Dennoch,
ich will dir glauben,
weil du mein Gott bist.

Aus: BESTÄRKT ! - kraftgebete von Petra Stadtfeld


 

Erntedankgebet für die Gemeinde

Herr, du Herr der Ernte, wir danken dir
für die vielen Hände, die mitarbeiten in deiner Gemeinde,
die Staub wischen und den Boden fegen 
und Hecken beschneiden.

Herr, du Herr der Ernte, wir danken dir
für die vielen Füße, die Wege gehen 
zu den Kranken und Armen
und die gehen an die Ränder 
und bis zum Äußersten.

Herr, du Herr der Ernte, wir danken dir
für die vielen Köpfe, die mitdenken in den Gremien,
für manchen guten Tipp und für alle,
die sich den Kopf zerbrechen
für eine gute Zukunft der Gemeinden.

Herr, du Herr der Ernte, wir danken dir
für die vielen Herzen, die mithoffen
und Mut und Zuversicht verbreiten
und der Hoffnung Hand und Fuß geben.

Herr, du Herr der Ernte, wir danken dir
für die vielen Menschen, groß und klein,
die zusammen stehen, beten und singen
und sich anrühren lassen von deinem Evangelium
heute und allezeit.

Herr, du Herr der Ernte, wir danken dir dafür,
dass du selber mitsorgst,
dass wir als Arbeiterinnen und Arbeiter 
in dieser Gemeinde unseren Platz finden
und dass du jedem von uns eine Gabe geschenkt hast,
mitzuwirken in diesem Weinberg, in deinem Reich.

Text: Fridolin Löffler (in Pfarrbriefservice)

Gebet in Schweren Zeiten

Gott, du bist die Quelle des Lebens....
Du schenkst uns Hoffnung und Trost in schweren Zeiten.
Dankbar erinnern wir uns an deinen Sohn Jesus Christus,
der viele Menschen in deinem Namen heilte
und ihnen Gesundheit schenkte.
Angesichts der weltweiten Verbreitung
von Krankheit und Not bitten wir dich:
Lass nicht zu, dass Unsicherheit und Angst uns lähmen.
Sei uns nahe in der Kraft des Heiligen Geistes.
Lass uns besonnen und verantwortungsvoll handeln
und unseren Alltag gestalten.
Schenke uns Gelassenheit und die Bereitschaft,
einander zu helfen und beizustehen.
Sei mit allen, die politische Verantwortung tragen.
Sei mit allen, die gefährdete und kranke Menschen
begleiten und sie medizinisch versorgen.
Lass uns erfinderisch sein in der Sorge füreinander
und schenke uns den Mut zu Solidarität und Achtsamkeit.
Gott, steh uns bei in dieser Zeit, stärke und segne uns.
Amen.

"Gebet in Schweren Zeiten" (P. Norbert Becker)

Jesus, unser Gott und Heiland,

in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt kommen wir zu Dir und bitten Dich:

• für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
• für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
• für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;
• für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und international, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
• für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
• für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
• für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;
• für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht, hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen. Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander. Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.  Amen.

Gebet: Bischof Stephan Ackermann, Trier

Miteinander verbunden

Herr, du bist mein Leben, Herr, du bist mein Weg.
Du bist meine Wahrheit, die mich leben lässt.
Du rufst mich beim Namen, sprichst zu mir dein Wort.
Und ich gehe deinen Weg, du Herr gibst mir den Sinn.
Mir dir hab ich keine Angst, gibst du mir die Hand.
Und so bitt ich, bleib doch bei mir.


Vater, unseres Lebens, wir vertrauen dir ...
In diesem Vertrauen möchte ich für die nächsten Tage, die in diesem Jahr so anders verlaufen, vor allem um Geduld und Gelassenheit bitten. Ja, wir müssen viele Einschränkungen hinnehmen - und das fällt häufig schwer.
Gerade deshalb ist es gut, sich mit eigenen Worten, Texten, Liedern oder in der Stille an Gott zu wenden. Beten verändert. Vor allem mich selbst. Beten lässt mich die Situation von einer anderen Seite zu sehen, eröffnet mir neue Perspektiven.
S. Ciomber-Günther